Quelle: Airliners.de
Widersprüchliche Geschwindigkeitsangaben und überzogener Flugzustand
Kurz vor dem zweiten Jahrestag des Absturzes der Rio-Paris-Maschine über dem Atlantik haben die Unfallermittler erste Ergebnisse der Auswertung der Flugschreiber veröffentlicht. Demnach kam es im Cockpit zu einer Inkonsistenz der Geschwindigkeitsanzeigen, bevor die Maschine einen überzogenen Flugzustand einnahm und absackte.
© BEA

Flugbahn von AF447. Die orange Markierung zeigt die letzte bekannte Position der Maschine.
Die französische Unfallermittlungsbehörde BEA hat am Freitag auf ihrer Website einen vierseitigen Vorbericht zum Absturz von Flug AF447 vorgelegt. Demnach kam es im Cockpit zu einer Inkonsistenz und später zu einem komletten Ausfall der Geschwindigkeitsanzeigen. Die elektronischen Flugassistenzsysteme des A330 standen daraufhin nicht mehr zur Verfügung.
In der Folge geriet der A330 in einen überzogenen Flugzustand. Der dreiköpfigen Crew aus Kapitän und zwei Copiloten gelang es in den folgenden 3 Minuten und 30 Sekunden bis zum Aufprall auf dem Wasser nicht, das Flugzeug zu kontrollieren.